Quelle: Terra Post 1 (1998)
Zur Person: Rene Kriest war Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit der MechForce von 1997 bis 1998
Selbstbeschreibung:
Hallo Mechkrieger!

Auch ich möchte die Chance ergreifen, und mich euch etwas näherzubringen. Das Licht der Welt erblickte ich am 7. November 1975 im wunderschönen Bad Soden/Ts., was nach meinen rudimentären Geographiekenntnissen mitten im Herzen Hessens liegt. Diesem Bundesland bin auch Zeit meines Lebens treu geblieben, denn es gibt keinen ersichtlichen Grund daran etwas zu ändern. Nach dem Abitur und Bundeswehr (Luftwaffe, JG 73 in Bad Sobernheim) habe ich mich an der Goethe Universität zu Frankfurt am Main in der rechtswissentschaftlichen Fakultät immatrikuliert. Wie man unschwer erkennen kann, gehöre ich also noch nicht zu den alten Säcken des Battletech.
Aus meiner derzeitigen Position heraus zurückverfolgt, begann meine Verquickung mit dieser Materie, die sich Battletech schimpft im Sommer 1994, als mir ein auch heute noch enger Freund "etwas völlig Geniales" zeigen wollte. Auf mich ist der Funke damals nicht übergesprungen. Dies hat aber wohl mehr damit zu tun, daß mir die Geschrei- und Brüllorgien zuwider waren, die einem stereotypen Automatismus folgend jedesmal ihren Höhepunkt fanden, wenn es um die Berechnung des Trefferwurfes ging. Mit der Zeit konnte sich aber auch der harte Kern mit den genauen Wortlauten der Regeln anfreunden, und Routine bemächtigte sich der Kalkulation und des Spielgeschehens, so daß man mittlerweile auf fundierte Kenntnisse, nicht auf Mutmaßungen und hohe Geräuschpegel bei der Beurteilung der Richtigkeit des Trefferwurfes oder eines Zuges abstellen konnte. Auch fördert das ständige "Mach doch mal wieder mit!", und "Wir brauchen noch einen Mann für unser Chapter!" die Zunahme von Symphatien für das Spielsystem. So kam es dann, daß ich noch die letzten Zuckungen der Mechforce Germany GbR zu spüren bekam, und die mit dem Scheitern einher gehenden Eruptionen, die auch noch die MechForce Germany e.V. Nr. 1 (
Anmerkung: Die Vorläufer Organisation der aktuellen MechForce) belastetete, von der Unfähigkeit mancher Personen des Vorstandes mal abgesehen.
Da Kritisieren und Erkennen von Mißständen noch lange keine Abhilfe schafft, sondern nur aktives Handeln, und ich auch über eine Reihe von Cons Kontakt mit "Autoritäten" des Battletech-Universums knüpfen konnte, verfestigte sich bei mir der Wille, selbst aktiv teilzuhaben an der Gestaltung einer Spielerorganisation. Dafür kam allerdings nur die vereinsorganisierte Mechforce in Betracht, da sich nur hier ein zur Umsetzung von innovativen Plänen fruchtbares liberales Umfeld herauskristallisierte, anstatt in einer dem Dogma fiktiver militärischer Heerführer angepaßten Organisation zu einer unmündigen Nummer reduziert zu sein.
Für die Zukunft ist es für mich essentiell, den Anstand im Bereich pünktlicher Auslieferung der zeitung zu wahren zu versuchen. Hier möchte ich aber auch gleichzeitig für Verständnis werben, denn alle an der Vereinsarbeit beteiligten gehen dieser ehrenamtlich nach, das heißt in ihrer Freizeit und auch das ohne finanziellen Ausgleich, im Gegenteil, man zahlt sogar noch drauf.
Darum soll es jetzt aber nicht gehen, das ist jedem selbst überlassen, was man in seiner Freizeit und seinem Geld anstellt. Viel wichtiger ist es, daß auch wir uns erst einmal mit den Prozessen und Abläufen, die eine überregionale Organisation mit sich bringen, zurechtfinden. Zwangsläufig muß dies gemäß des "learning by doing" geschehen, eine Ausbildung zur Vereinsführung gibt es nicht. Es folgt also ähnlich dem Lernprozeß der Battletech-Anfänger (siehe oben) im Übergang zum Stadium eines "Profis". Daß diese Entwicklung sich möglichst schnell vollzieht, das hoffe und wünsche ich mir für die Zukunft.
Lieblingsmechs: Ti T'sang und Piranha